Manila – Arm aber glücklich

1_Mutter

Ich verbringe drei Tage in Manila, um einen Eindruck von der Hauptstadt der Philippinen zu bekommen. Mit über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit herrscht hier tropisches Klima und ich muss mich erstmal an die Hitze gewöhnen. Viele Menschen leben in Armut und niedrigsten Verhältnissen. Es ist recht dreckig auf den Straßen und überall liegt Müll herum. Es gibt sogar Junk Shops in denen versucht wird aus dem Müll noch etwas Sinnvolles zu machen.

2_Junk Shop

Der Verkehr ist ziemlich verrückt und es ist laut auf den Straßen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht weit auseinander. Man sieht arme heruntergekommene Menschen auf der Straße und im Hintergrund den Golfkurs wo sich die Reichen tummeln. Es gibt die Slums (die man z.B. über Smokey Tours besichtigen kann) und abgegrenzte Bereiche für die Superreichen. Trotzdem sind die Menschen mit denen ich in Kontakt komme, sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich. Sie wirken nahezu glücklich, wenn sie ihren Aufgaben nachgehen – das liegt vielleicht an dem Wetter hier. Was auch super ist, sind die Preise. Für eine warme philippinische Mahlzeit zahlt man ca. 1-2€, ein Bier ist ebenfalls für ca. 1€ zu haben und für eine 45min Taxifahrt ist man mit etwa 4€ dabei. Unterkünfte sich auch sehr günstig.

Couchsurfing in Manila

3_Familie

Für die ersten zwei Nächte komme über Couchsurfing bei Nathan einem 45-jährigen philippinischen Werbedesigner unter. Er wohnt in Mandaluyang zusammen mit vier Frauen (Mutter, zwei Schwestern, Nichte) in einem Haus. Es ist hier sehr üblich auch bis ins hohe Alter der Eltern  mit der Familie zusammenzuleben, um Geld zu sparen und sich gegenseitig zu unterstützen. Ich habe ein eigenes einfaches Zimmer mit einem Bett und einem Ventilator. Am ersten Abend haben wir ein philippinisches Familien-Dinner mit leckeren lokalen Speisen. Danach geht’s auf die Burgos Street in Makati – dem Rotlichtbezirk von Manila. Man bekommt Viagra & Co angeboten und kann Ladyboys in freier Wildbahn beobachten. Wir gehen auf eine coole Reaggie-Party und ich lerne einige seiner sehr netten Freunde kennen. Couchsurfing ist immer wieder cool, um zu sehen wie die Lokals leben.

Leider ist der Ventilator in meinem Zimmer nicht wirklich effizient und es ist durch die Geräusche auf der Straße recht laut. Daher schlafe ich nicht so gut und gehe für die letzte Nacht in ein Einzelzimmer in einem neuen Hostel in Makati mit Aircon, Flatscreen und großem Doppelbett. Das ist gefühlt eher Hotel- als Hostelstandard und für 20€ sehr günstig. Am letzten Abend erkunde ich das Nachtleben von Manila nochmal auf eigene Faust und hab eine super Zeit.

Besuch eines Wet Market

4_Markt

An einem Tag gehe ich auf einen Wet Market. Das ist im Prinzip ein Markt auf dem alles Mögliche angeboten wird. Die Philippinos verkaufen an kleinen Ständen Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Klamotten. Es ist sehr interessant über den Markt zu schlendern und mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Da ich mit meiner GoPro und Digicam herumlaufe, kommt man leicht ins Gespräch. Die meisten Leute sprechen Englisch hier.

Transportmittel in Manila

5_Bus

Die Philippinos sind mit den diversen öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Highlights sind zum einen die bunt bemalten Mini-Busse die aus ehemaligen amerikanischen Jeeps gebaut wurden, die die Ammis nach dem Krieg hiergelassen haben. Eng an eng sitzen die Leute in diesen Bussen wie die Hühner auf der Stange. Außerdem gibt es diese Dreiräder, ähnlich den Tuk Tuks in Thailand, allerdings deutlich kleiner. Als ich mit Nathan mit so einem fahre, habe ich die Knie quasi an den Ohren. Es wird viel gehupt und wer zuerst kommt malt zuerst. Da es so günstig ist, nutze ich primär Uber (private Taxis, die hier legal sind) oder normale Taxis.

Als nächstes fliege ich nach Busuanga auf Coron – ein bekanntes Taucherparadies auf den Philippinen – und freue mich schon auf die Unterwasserwelt.

3 Gedanken zu “Manila – Arm aber glücklich

    1. Absolut, hab Airbnb in Beijing, Tokio und El Nido gemacht und es war immer in Ordnung. 4 Nächte/3 Tage sind ok und vielleicht schon zu lang (evtl 3 Nächte/2 Tage). Such was in Makati / Bonifacio Global City (nettere Gegend). Die Stadt ist sehr laut, dreckig u arm und woanders ist es deutlich schöner.

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  1. Pingback: Weltreise allein oder gemeinsam – was ist besser? – Globesurfing

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