Surfen auf Oahu Hawaii – von Waikiki Beach bis North Shore

Hawaii Oahu Pipeline 2

Hawaii – schon allein der Klang dieses Wortes versprüht einen gewissen Zauber. Und so ist es dann auch ein traumhaftes Fleckchen Erde! Ich habe auf meiner Weltreise nirgends so entspannte Menschen erlebt wie hier. Schon am Flughafen in Honolulu auf der Hauptinsel Oahu wird man mit einem freundlichen „Aloha“ begrüßt und der Frieden steht den Leuten ins Gesicht geschrieben. Das haben die Inselvölker wie z.B. auch auf den Philippinen wohl so an sich. Ich diesem Bericht möchte ich dir ein paar meiner Reiseeindrücke aus dem Paradies schildern und Tipps zum epischen Surf und spannenden Aktivitäten auf der Hauptinsel Hawaiis geben.

Hawaii Surfkönig

Der Ursprung des Surfens auf Hawaii

Schon seit Jahrhunderten wird auf Hawaii gesurft und hier befindet sich der Geburtsort des modernen Surfens. Mit dem blanken Körper, auf schweren Holzbrettern, Baumstämmen oder Binsenbündeln hatten die Menschen damals Spaß in den Wellen. Der berühmte König Kamehameha I (1795-1819) war ein begnadeter Surfer, dessen Leistungen noch lange nach seinem Tod gewürdigt wurden. Deshalb wird Surfen hier auch als der Sport der Könige bezeichnet. Sein Nachfolger der Duke Kahanamoku (siehe Bronzestatue auf dem Bild) entwarf Anfang des 20. Jahrhunderts am Waikiki Beach ein neuartiges Surfbrett ohne Finne. Das „Papa Nui“ wog mächtige 52 Kilogramm und war fast 5 Meter lang. Schon ein echter Unterschied zu den heutigen modernen Brettern.

Oahu´s North Shore ist als einer der weltweit besten Surfspots bekannt. Überraschend ist jedoch, dass bis in die 1950er Jahre hier niemand wirklich gesurft ist, da die Wellen als zu groß und gefährlich angesehen wurden. Erst in den 1960er Jahren wurde die North Shore als Surf-Revier bekannt. Die Entwicklung leichter Fieberglas Boards und der Finne haben dazu geführt, dass die großen Wellen hier seitwärts abgefahren werden konnten. Seit dieser Neuerung hat sich die North Shore zum Surf-Mekka entwickelt und wird im Winter regelmäßig von Surfern der ganzen Welt besucht.

Beste Reisezeit

Da sich Hawaii in der tropischen Klimazone befindet, ist das Wetter hier ganzjährig gut. Die beste Reisezeit für Surfer sind die Wintermonate zwischen Oktober bis Februar. Hier kommt durch die Stürme auf See an der North Shore ordentlich Swell an. Als ich Mitte Januar hier war, gab es bis zu 10m Wellen und man musste sich schon eine geschützte Bucht suchen oder einen kleinen Tag abwarten, wenn man kein Bigwave-Surfer ist. Es ist aber definitiv cool zuzusehen, wenn sich die Jungs die Riesenwellen hinunterstürzen. Es gibt jedoch genügend Spots auf der Insel, die man auch als Anfänger oder Intermediate surfen kann.

Hawaii Mietwagen

Anreise und vor Ort unterwegs 

Man kommt mit dem Flugzeug nach Oahu und der Honolulu International Airport ist die Destination. Zwischen den Inseln z.B. nach Kauai oder Maui, kann man innerhalb von 30-60 min mit Hawaiian Airlines fliegen. Definitiv für diese Flüge min. 2h einplanen, da es am Flughafen unhawaiianisch hektisch zugehen kann.

Vom Flughafen kommt man mit dem Bus für ca. $2,5 (ca. 2,3€) bequem nach Waikiki oder für ein paar Euro mehr auch zur North Shore. Wenn du ein Surfbrett dabei hast, gibt es ein Airport Shuttle für $15 (ca. 14€) nach Waikiki.

Es macht Sinn direkt am Flughafen einen Mietwagen auszuleihen, um auf der Insel flexibel zu sein und die verschiedenen Spots zu erkunden. Ab ca. $33 (ca. 30€) pro Tag bekommt man zum Beispiel bei www.rentalcars.com einen Wagen in der Kompaktklasse, in den auch die Surfbretter reinpassen. Von Waikiki Beach bis zur North Shore ist es etwa eine Stunde Fahrt, wenn man direkt durch die Insel fährt. Eine schöne Fahrt mit tollen Stränden führt dich entlang der Windward Coast im Osten der Insel. Der Verkehr an der North Shore kann etwas zähflüssig sein, da die Straße hier nur einspurig ist. Ich finde aber, dass dies den Charm dieser tollen Route ausmacht, da die Autofahrer natürlich von den Riesenwellen abgelenkt werden und man öftermal anhalten möchte. Viele Surfer sieht man hier auch mit dem Fahrrad zum nächstgelegenen Spot radeln und einige sind auch per Anhalter unterwegs.

 Hawaii Oahu Kalani Private Lodge

Unterkünfte

Es gibt von Hostel über Hotel bis hin zu privaten Unterkünften natürlich zahlreiche Möglichkeiten auf Hawaii zu nächtigen. Je nach Budget kann man sich das passende raussuchen. Hier kommen drei Tipps von mir, wenn man als Backpacker unterwegs ist.

Waikiki Beach Hostel (Honolulu)

Hier bin ich die ersten drei Nächte gewesen. Für ca. $30 (ca. 28€) pro Nacht kommt man im Mehrbettzimmer unter. Es ist ein sehr sauberes und straff geführtes Hostel etwa 200m vom Strand direkt hinter dem Hyatt Hotel in der Prince Edward Street. Die Küche und Bäder sind super und die Lage ist fast nicht zu toppen. Parkplätze stehen für $5 (ca. 5€) pro Tag zur Verfügung. Ich kann es empfehlen, besonders wenn du die YHA-Member Card hast.

Kalani Private Lodges (North Shore)

Das ist eines der besten Hostels, in dem ich je genächtigt habe. Mit ca. $53 (ca. 48€) pro Nacht im Mehrbettzimmer ist es nicht ganz günstig aber aus meiner Sicht jeden Dollar wert. Es gibt auch Zimmer mit Doppelbett, die dann natürlich etwas mehr kosten. Alles ist sehr sauber und der großzügige Garten ist der Hammer. Es gibt mehrere Außenduschen, von denen aus man in die Natur schauen kann. Amanda bietet Yoga-Kurse auf Spendenbasis an und ich habe auch mal an einem teilgenommen. Die Lage direkt vor dem Rocky Point in der Nähe von Pipeline ist nicht zu toppen. Ich hab mich hier sehr wohl gefühlt und konnte mich gut erholen.

Alternativ besteht die Möglichkeit über Airnbnb und Homeaway private Unterkünfte zu buchen, wenn man seine Privatsphäre bzw. eine eigene Unterkunft möchte.

Budget

Hawaii ist eher eine teure Reisedestination. Ich habe mal geschaut, was ich täglich so an Geld gebraucht habe und komme auf etwa 100€ pro Tag (50€ Unterkunft, 30€ Auto, 10€ Essen, 10€ Sonstiges). Da sind dann noch keine besonderen Aktivitäten mit dabei. Es geht ohne Auto und als Paar oder Gruppe bestimmt günstiger aber die Preise haben sich hier schon gewaschen. Man sagt, dass überall die sogenannte „Paradise-Charge“ draufgeschlagen wird. Ja das Paradies hat nun mal seinen Preis.

Hawaii Oahu Pipeline

Surfspots 

Banzai Pipeline

Wahrscheinlich der legendärste Spot an der North Shore ist Banzai Pipeline oder kurz Pipe. Der Spot befindet sich an Oahu´s North Shore am Ehukai Beach Park (am Strand etwa 100m links und 150m Off-Shore). Der Name Pipeline kommt von dem Surfer Mike Diffenderfer, der zu seiner Zeit mit Bruce Brown und Phil Edwards (Endless Summer) am North Shore unterwegs war, und sich auf eine nahegelegene Pipeline-Baustelle bezog. Phil Edwards war es auch dann, der die erste Welle dort ritt. Mit einem Longboard wohlgemerkt. Je nach Swell-Größe, Swell-Richtung, Swell-Persiode oder Sandbankbeschaffenheit gibt es über 300 Möglichkeiten wie Pipeline/Backdoor brechen kann. Der Spot ist natürlich eher etwas für erfahrene Surfer aber es ist absolut spektakulär den Surfern zuzuschauen, wenn sie mit dem Spray aus der Tube geschossen kommen.

Hawaii Oahu Sunset Beach 2

Sunset Beach

Etwas nördlich von Pipeline befindet sich der Sunset Beach. Etwa 200m vor dem Strand gibt es eine schöne Rechte und als ich hier war gab es gerade einen Surfcontest der WSL Junior Pro. Die Jungs hatten bestimmt Tripple-Overhead Wellen! Wie der Name schon sagt kann man von hier aber auch der gesammten North Shore wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten.

Rocky Point

Direkt vor der Kalani Private Lodge und zwischen Pipeline und Sunset Beach befindet sind Rocky Point. Hier gibt es eine lange Linke, die auf ein Reef bricht und eine etwas kürzere Rechte daneben. Das ist ein cooler Spot bei dem ich auch mal ein paar schöne Wellen erwischt habe.

Turtle Beach

Für Intermediates absolut geeignet brechen die Wellen hier etwa 200m Off-Shore auf das Reef der Bucht. Ich war mal ein einem Tag mit schönen 1-2m Wellen draußen und hatte eine Menge Spaß hier. Cool ist auch, dass man beim Surfen mit hoher Wahrscheinlichkeit Schildkröten im Wasser beobachten kann.

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In der Nähe von Honolulu sind Waikiki Beach, Publics und Diamond Head gute Anfänger und Intermediate Spots. An der North Shore gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Spots, zu denen du dich auf Seiten wie www.wannasurf.com informieren kannst.

Weitere Aktivitäten auf Oahu

Wenn man auf Hawaii ankommt wird man sehr schnell ein kleines Heftchen in die Hand bekommen, welches den Namen trägt: „101 things to do on Oahu!“. Daran siehts du, dass es sehr viel auf der Insel zu erleben gibt. Besonders Outdoor-Fans wie ich kommen da auf ihre Kosten.

Der Winter ist eine gute Zeit um hier Whale Watching zu machen. An einem Tag fahren wir mit einem Catameran raus und sehen gleich mehere Exemplare, die ihre Schwanzflosse in die Höhe strecken und Wasser spucken.

An der Ostseite der Insel gibt es das Polynesian Cultural Center. Hier kann man sich in unterhaltsamen Shows die Lebensweise der Menschen auf den Inseln erklären lassen. Ich habe auch gelernt wie man mit zwei Holzstücken ein Feuer macht (so wie bei Cast Away), was nützlich werden kann, wenn man mal auf einer einsamen Insel strandet.

Wandern kann man auf der Insel auch ohne Ende. Besonders cool fand ich den Hike nach Kaena Point, den westlichsten Punkt der Insel. Hier leben Seelöwen in freier Wildbahn und man kommt echt nah ran, um ihnen beim Spielen oder relaxen zuzuschauen.

Am Turtle Beach kann man Schildkröten bestaunen, die sich für ein Nickerchen ganz entspannt am Strand in die Sonne legen.

Außerdem gibt es Helikopterflüge, ZIP-Lining (an einem Drahtseit durch die Berge gleiten) und Fallschirmspringen als besonders spektakuläre Aktivitäten, für die man allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Definitiv sollte man mal an der North Shore entlangfahren und sich an einem Abend bei Wein oder Bier den Sonnenuntergang anschauen. Allein das ist schon ein absolutes Wow-Erlebnis.

Fazit

Hawaii ist ein absoluter Traum und Oahu eine paradiesische Insel. Mir persönlich hat die North Shore besser gefallen, als das touristische Honolulu. Wer das Wellenreiten liebt, sollte definitiv mal an der North Shore Oahus gewesen sein und Pipeline live erleben. Aufgrund des Aloha-Feelings, des super Surfs und den zahlreichen Naturhighlights, kann ich Hawaii trotz der hohen Preise als Surf- und Reisedestination nur wärmstens empfehlen.


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