Surfen auf Siargao Island – Ein Paradies für Wellenreiter (Teil 1)

Siargao Island (Aussprache: Shar – gow) ist ein traumhafter Ort mit sehr freundlichen Menschen und ein Paradies für Wellenreiter. Als letzte Station meiner einmonatigen Reise in den Philippinen verbringe ich 11 Tage hier. Auf der Anreise treffe ich Veit vom Surfblog preciousocean.com und seine Freundin Anne aus Berlin. Sie bieten mir auf der Bootsfahrt etwas Kuchen an und wir verstehen uns sofort. Wir entschließen uns einen Surfguide für Siargao Island zu erstellen, den wir über unsere beiden Blogs in zwei Teilen ausspielen möchten. Hier kommt Teil 1 des ultivativen Surfguides für Siargao Island.

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An- und Abreise

Per Flugzeug

Das Surfparadies liegt im Südosten der Philippinen und man erreicht es am besten von Cebu aus. Diese Stadt liegt sehr zentral und man kann von dort aus so ziemlich überall hinfliegen. Der Flug kostet etwa 2.500 Pesos (ca. 50€) mit Cebu Pacific. Alternativ kann man auch von Manila nach Surigao fliegen und mit dem Boot übersetzen. In der Zukunft wird es auch eine direkte Flugverbindung von Manila nach Siargao Island geben, was die Anreise nochmal erleichtert. Man sollte auf jeden Fall das Wetter checken, da einige Flüge wegen Unwettern schon mal gecancelt werden.

Per Fähre

Ich bin per Fähre nach Siargao gekommen, da das der günstigste Weg ist. Mein Weg führt mich von Cebu mit der Übernachtfähre nach Surigao. Diese legt täglich 19 Uhr in Cebu ab und kostet ca. 1.000 Pesos (ca. 20 €). Man hat ein Schlafabteil, wenn man Tourist- oder Businessclass bucht und kann an Bord gut schlafen. Am nächsten morgen erreicht man Surigao gegen 7:30 Uhr und kann dann 11:30 Uhr mit einer weiteren Fähre nach Dapa auf Siargao Island übersetzen. Diese Fahrt kostet ca. 250 Pesos (ca. 5€) und dauert etwa 3 Stunden. Von Dapa aus kommt man innerhalb von 30min mit dem Tricycle nach Cloud 9 oder General Luna.

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Vor Ort

Wenn man in General Luna oder Cloud 9 angekommen ist, lohnt es sich ein Motorrad zu mieten. Das kostet pro Tag etwa 350 Pesos (ca. 7€) und ist der beste Weg auf der Insel unabhängig zu sein und schnell von A nach B zu kommen. Ein Liter Sprit kostet nur 45 Pesos (1€) und wird entweder an der Tankstelle oder an kleinen Läden über gefüllte Coca-Cola-Flaschen bezogen. Die Dinger gibt es überall auf der Insel und man muss sich keine Sorgen machen leerzulaufen.

Übernachtungsmöglichkeiten

Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des Surfspots Cloud 9 und auch in General Luna. Abhängig vom Budget kann man hier natürlich unterschiedlichen Komfort erwarten. Es gibt einfache Zimmer mit einem großen Bett, Bad, Ventilator und Wifi für ca. 700 Pesos (ca. 15€) die Nacht und es steigert sich bis hin zu Ocean Front Appartments mit Kingsize Bett, Aircondition und Balkon für ca. 3000 Pesos (ca. 60€) pro Nacht. In meiner Zeit hier habe ich in drei Unterkünften genächtigt und würde Ocean 101 Resort empfehlen, da es all diese Möglichkeiten inkl. einem guten Restaurant direkt am Meer bietet und in der Nähe von den Spots Cloud 9 und Stimpys ist. Hier kommt ein kurzer Überblick der Möglichkeiten.

Wave Cave Surfer Lodge

Das ist eine einfache Unterkunft in General Luna und es gibt Räume mit Aircon und Wifi ab 750 Pesos (15€) pro Nacht. Leider ist kein Restaurant vorhanden und an der Bar gibt es nur Bier. Die Entfernung zum nächsten Restaurant Ronaldos ist ca. 800m und es gibt einen Lawrence Grocery Store in der Nähe.

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Matanjak

Diese schöne Unterkunft ist in der Nähe vom La Luna Resort und man geht am besten vorbei, um zu buchen. Es ist sehr sauber hier, da die beiden Damen sich jeden Tag, um die Zimmer kümmern. Die Zimmer sind geräumig, und man kann ein großes Zimmer mit Bad, Aircon und Balkon ab 16€ pro Nacht bekommen. Eine kleine Küche zum Selberkochen ist auch vorhanden oder man nutzt das Restaurant vom La Luna nebenan. Kostenloses Wifi ist natürlich auch mit dabei.

La Luna Resort

Noch komfortabler ist das La Luna Resort. Dieses liegt wie Matanjak etwa auf der halben Entfernung zwischen Cloud 9 im Norden und General Luna im Süden und ist damit strategisch günstig gelegen. Die schönen Zimmer kosten bis zu 60€ pro Nacht aber haben auch ein riesiges Bett, Balkon, Aircon und kostenloses Wifi. Das Restaurant bietet eine Vielfalt an Gerichten und Drinks zu leicht gehoben Preisen an.

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Ocean 101 Resort

Dieses schöne Anwesen ist etwas nördlich von Cloud 9 gelegen. Es ist ein recht großes Resort und befindet sich direkt am Wasser. Es gibt eine Vielzahl an Zimmern von einfachen Surfer Appartments für 15€ mit Ventilator bis hin zu großen Ocean Front Zimmern mit Aircon für ca. 50€ pro Nacht. Im Restaurant kann man zahlreiche Gerichte zu fairen Preisen bestellen und hervorrangend relaxen, während einem die Meeresbrise um die Nase weht. Von hier aus kommt man in 2min mit dem Motorrad zu Cloud 9 und in ca. 10min mit dem Boot zu Stimpys.

Es gibt diverse weitere Unterkünfte wie zum Beispiel Boardwalk Cloud 9, Kermit Surf Resort oder Pesangan Surf Camp. Am besten checkst du online, welche Unterkunft dir am besten zusagt. Man kann auch sehr gut für einige Tage in einer Unterkunft starten und dann vor Ort checken, was einem am besten gefällt.

Surfspots

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Cloud 9

Diese Welle hat Siargao als Surfdestination weltbekannt gemacht. Es ist ein anspruchsvoller Spot und nichts für Beginner. Wenn es on ist, kann es hier voll werden und es ist ein guter Ort um die Pros beim Tuberide zu bestaunen. Ein schöner A-Frame direkt vor dem Steg von Quicksilver. Auf jeden Fall vorbeischauen!

Quicksilver

Cloud 9s Nachbar wird oft unterbewertet. Der Spot ist nicht nach der Marke Quicksilver sondern wegen der Geschwindigkeit so benannt worden. Es ist ein Righthander mit einer gelegentlichen Linken, der am besten bei Mid-Tide funktioniert.

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Tuason Point

Dieser Spot ist leicht zugänglich und einer der besten Linken der Insel, die über einem flachen Riff bricht. Die Welle funktioniert allerdings erst ab 3 Fuß und am besten bei High Tide. Bei Low Tide kann es gefährlich werden, daher ist der Spot nichts für Anfänger. 

Little Pony

Gleich um die Ecke von Cloud 9 ist ein Ort namens Jacking Horse. Näher zum Strand hin wird der Spot dann Little Pony genannt. Das ist der perfekte Ort für Anfänger und diejenigen, die surfen lernen möchten.

Cemeteries (auch Pisangan)

Nördlich von General Luna befindet sich Cemeteries. Der Spot ist nicht so benannt, weil er so gefährlich ist, sondern weil er in der Nähe eines Friedhofs bricht. Man muss ca. 500m zum äußeren Riff paddeln oder ein Boot nehmen, um dort hinzukommen. Es gibt verschiedene Peaks mit Left- und Righthandern und aufgrund des Zugangs sind keine Menschenmassen zu erwarten.

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Guyam Island

Direkt vor General Luna liegt eine kleine Insel namens Guyam Island. Man mietet am besten ein Boot am Pier, um dort hinzukommen. Bei Mid- bis Low Tide gibt es eine Menge Peaks auf der hinteren Seite der Insel. Auch wenn du den Spot nicht surfst, ist es ein schöner Tagesausflug zusammen mit Dako-Island.

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Budget

Auf Siargao zu sein sollte nicht wirklich teuer werden. Es hängt natürlich davon ab, wie lange du dort verbringen möchtest und wie viel du unternehmen magst.

Eine warme Mahlzeit bekommst du für 150-250 Pesos (ca. 4€) und ein Bier sollte etwa 50 Pesos oder 35 Pesos während der Happy Hour kosten (das sind ungefähr 1€).

Vom Flughafen bzw. vom Pier nach Genral Luna kommt man für 200-300 Pesos (ca. 4-6€). Ein Boot vom Marktplatz vom Daco Reef kostet 200 Pesos pro Person ca. 4€). Eine Taxifahrt mit dem Motorrad kostet von General Luna nach Cloud 9 ca. 30 Pesos (ca. 0,50€)

Aus meiner Sicht lohnt es sich ein Motorrad zu mieten, wenn man vor hat selbst an die Spots zu fahren und auch die Insel etwas zu erkunden. Das ist für ca. 350 Pesos pro Tag (ca. 7€) möglich und sollte dein Budget nicht sprengen.

Mehr zur besten Reisezeit, weiteren hammer Surfspots und anderen Fun-Aktivitäten auf Siargao Island gibt es auf www.preciousocean.com Einfach auf den Link klicken!

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Die überaus freundlichen Filipinos, das tropische Inselfeeling und der hervorragende Surf haben mich überzeugt auf jeden Fall nochmal wiederzukommen. Ich kann die Insel jedem Surfer nur wärmstens empfehlen. Nun geht es weiter ins wunderschöne Neuseeland und ich melde mich von dort mit dem nächsten Bericht.

3 Gedanken zu “Surfen auf Siargao Island – Ein Paradies für Wellenreiter (Teil 1)

  1. Muddi

    Ho-Ho-Ho
    du hast ja jetzt auch die olle Welle im Kopf Deiner Seite gegen ein Welle mit Dir getauscht.
    🙂

    Vermisse die Neuigkeiten aus der ersten Woche in Neuseeland

    Gefällt mir

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