Was habe ich unterwegs gelernt?

Panama Bastimentos Hängematte

Meine Weltreise ist nun vorüber und es war eine hammer Zeit in der ich unglaublich tolle Eindrücke sammeln und auch einiges lernen konnte! Ich wurde von Familie und Freunden sehr herzlich in Berlin empfangen und genieße nun erstmal wieder die Zeit in der Heimat. Danke für den warmen Empfang ihr Lieben! Wenn du denkst auf Globesurfing kommt jetzt nichts mehr, dann liegst du falsch. Ich habe mir vorgenommen in regelmäßigen Abständen hier weiter etwas über das Reisen und Surfen zu schreiben. Der nächste Surftrip kommt bestimmt und vielleicht ja auch eine weitere große Reise – wer weiß. Es lohnt sich also dranzubleiben! In diesem Bericht möchte ich mit dir teilen, was ich auf meiner Weltreise gelernt habe und vielleicht ist ja etwas interessantes für dich dabei.

Okinawa Ogimi alte Leute

Lebens- und Reiseerkenntnisse

  1. Das Geheimnis des ewigen Lebens

Auf Okinawa habe ich Ogimi-Village besucht. Das ist ein Dorf in dem viele über Hundert-Jährige leben. In meinem Blogpost darüber habe ich das Geheimnis des ewigen Lebens entschlüsselt, welches am Ende gar nicht so kompliziert ist. Die Japaner auf Okinawa ernähren sich einfach extrem gesund, hauptsächlich von Meeresfrüchten und Gemüse (wenig Fett und Kohlenhydrate). Mit Goya haben sie ein gurkenähnliches Gemüse, was sehr bitter schmeckt und viele Antioxidantien enthält. Die Menschen vor Ort schwören darauf und essen es in rauen Mengen. Dazu kommen regelmäßige Bewegung, wenig Stress, gute soziale Kontakte, etwas Sake (japanischer Reiswein) und viel Lachen. Natürlich spielen die Gene auch eine Rolle aber mit diesem Lifestyle können auch Europäer über 100 Jahre alt werden.

  1. Man braucht nicht viel zum Glücklichsein

Auf meiner Reise habe ich mir überlegt, was man alles zum Glücklichsein braucht und wenn man es wirklich herunterbricht ist es nicht viel. Nur mit einem Rucksack unterwegs und manchmal auf einsamen Inseln kann man das ganz gut machen. Natürlich gibt es ein paar Grundbedürfnisse des Menschen wie zum Beispiel Sicherheit, Nahrung, ein Dach über dem Kopf und soziale Kontakte. Abgesehen davon ist vieles aus meiner Sicht Einstellungssache. Man kann sich entscheiden von Innen heraus eine positive Einstellung zum Leben zu haben, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und dankbar zu sein, für das was man hat. Empfehlen kann ich dieses Buch dazu: How Much is Enough? – Robert & Edward Skidelsky

  1. Happiness is only real when shared

Diese Zitat stammt aus dem Film Into the Wild, den ich sehr empfehlen kann. Das würde ich ebenfalls unterschreiben. Man kann zwar auch allein eine Menge Spaß und coole Erlebnisse haben aber die wirklich guten Momente erlebt man doch eher zu zweit oder mit anderen. In Byron Bay habe ich so einen Moment gehabt und an verschiedenen Orten der Welt auch. Ich habe das Gefühl, dass das teilen dieser Momente die manchmal magische Wirkung vervielfacht.

  1. Leben im Hier und Jetzt

Jeder wird das kennen: Man ist oft mit seinen Gedanken in der Vergangenheit, der Zukunft oder ist damit beschäftigt Dinge zu planen. Manchmal geht das soweit, das man deshalb gar nicht wirklich im aktuellen Moment präsent ist und diesen nicht voll ausschöpfen bzw. genießen kann. Natürlich kommt man heutzutage an etwas Planung nicht vorbei aber ich finde es macht Sinn zu versuchen mehr im Moment zu leben und diesen bewusster wahrzunehmen und zu nutzen. Der Buddhismus beschäftigt sich unter anderem damit. So kann man mehr aus dem Hier und Jetzt machen und verschwendet seine Zeit nicht in der Vergangenheit und Zukunft. Es ist nicht immer so einfach aber was zählt, ist letztlich nur das Hier und Jetzt! Buchtipp: Leben im Jetzt – Eckhart Tolle

  1. Einfach mal nichts tun

Die Natur genießen, meditieren im Zen-Garten, faul am Strand liegen, in der Hängematte chillen, bei einem Kaffee Leute gucken und dabei einfach mal die Seele baumeln lassen. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Ich finde in Deutschland nimmt man sich oft zu wenig Zeit für das Nichtstun. Das fiel mir wahrscheinlich am schwersten zu lernen, es gibt einem aber eine unglaubliche Energie. Probier´s mal aus. 

Praktisches auf Reisen

  1. Wie man am effektivsten einen Rucksack packt

Also darin bin ich echt gut geworden. Am Ende hat es ca. 5-10min gedauert meine Sachen zu packen. Es ist sicher kein Geheimniss aber was echt gut geht sind Compartments, das heißt Unterteilung deiner Sachen in verschiedene Kategorien. Ganz unten kommen die Schuhe in den Rucksack. Eine Vakuumtüte für Jacken, Hosen und Pullis. Eine Zippertasche mit zweit Fächern für saubere und dreckige T-Shirts und Unterwäsche. Ein Zipperbeutel für Ladegeräte und mittelgroße Elektronik. Ein Zipperbeutel für das GoPro Equipment und kleine Elektronik. Und natürlich die Waschtasche. Das sind fünf Unterteilungen die das Packen deutlich vereinfachen und vor allem das wiederfinden erleichern. Dazu hatte ich dann noch meinen kleinen Rucksack mit den Wertsachen. Ist im Prinzip ganz einfach und sicher besser als alles planlos in einen Koffer zu werfen.

  1. Weniger ist mehr

Nicht nur was das Gepäck angeht sondern auch bzgl. der Reiseziele ist weniger sicher mehr! Um so leichter dein Gepäck ist, desto besser, da du es oft von A nach B tragen musst. Ich war Anfangs mit ca. 16 kg unterwegs und habe dann mal auf 12 kg reduziert, was eine echte Erleichterung war. Also am Besten wirklich nur das Wichtigste mitnehmen. Man bekommt unterwegs eh alles, was man braucht. 65 Liter reichen locker aus und 50 Liter hätten es sicher auch getan. Man braucht nicht viel, besonders in warmen Ländern!

Auch bezüglich der Reiseziele ist weniger oft mehr. Ich habe 8 Länder in 6 Monaten bereist. Das war manchmal ganzschön sportlich. Mittlerweile glaube ich, es ist besser langsam zu reisen, die Orte solange zu genießen wie man möchte und dann weiterzuziehen. Ich würde empfehlen sich mindestens 1 Monat pro Land zu nehmen – umso länger, desto besser. Ich habe mal ein Sprichwort gehört das sagt: „Die Seele geht zu Fuß.“

  1. Mit zwei Holzscheiten ein Feuer machen

Auf Hawaii habe ich gelernt mit zweit Holzscheiten ein Feuer zu machen, wir Tom Hanks in Cast Away. Ziemlich cool oder? Einer muss etwas angespitzt sein, wie ein Speer. Der andere muss am vorderen Ende in der Mitte gespalten sein, damit mit Luft rankommt. „Da muss Luft ran!“ Dann heißt es ein paar Minuten ordentlich rubbeln. Über die Reibung entsteht Hitze und wenn es heiß genug ist, kann man vorne etwas trockenes Gras oder Wolle hinlegen und die fängt dann Feuer. „Ich habe Feuer gemacht!“ Das ist ein tolles Erfolgserlebnis und das Abendessen ist gesichert (vorrausgesetzt du hast den Fisch schon gefangen).

  1. Bloggen, Videos & Social Media

Ich habe gelernt wie man mit WordPress ganz einfach einen Reiseblog aufsetzt, Blogposts erstellt, Texte schreibt, Bilder bearbeitet und mit dem GoPro Studio coole GoPro-Videos produziert. 36 Blogposts und 15 Videos später hab ich einiges ausprobieren können. Auch beim Thema Social Media habe ich bei Facebook, Instagram und Youtube dazugelernt. Das war eine gute Erfahrung und das Learning hat Spaß gemacht! Das kann ich nur jedem Reisenden empfehlen, wenn man sich für digitale Medien interessiert. Dazu gibt es auch Kurse die man im Online durchführen kann. Zum Beispiel auf www.blog-camp.de

  1. Wie man beim Surfen eine Tube fährt

In Panama in Bocas del Toro hatte ich am letzten Wochenende super Surfbedingungen mit Barrels (wenn die brechende Welle so hohl wird, dass sie einen Tunnel formt). Hier habe ich live gesehen wie Leute in der Tube waren und es sah hammer aus! Mit ein paar Typen habe ich im Lineup darüber geredet wie man entweder gleich nach dem Drop oder später durch Gewichtsverlagerung nach hinten und stalling mit der Hand in der Welle in die Tube kommt. Ich bin selber immerhin mal rein, aber nicht wieder raus gekommen. Next time!

Okinawa japanischer Koch 

Lustiges & Kurioses

  1. Skorpione schmecken wie Kartoffelchips

In Guangzhou China war ich mal mit meinem Couchsurfing Host und zwei Franzosen in einem Restaurant, welches sich auf Insekten spezialisiert hat. Wir hatten allerlei Leckereien auf dem Tisch. Zum Beispiel Maden, Würmer, Grashüpfer und auch Skorpione. Die Skorpione schmeckten erstaunlicher Weise wie Kartoffelchips und den Stachel konnte man mitessen! Am besten haben aber die Maden geschmeckt. Ein schöner Proteinsnack.

  1. Sake trinken erhöht das Verständis für Japaner

An einem Abend auf Okinawa war ich mal allein in einem Izagaya (traditionelles japanisches Restaurant). Es war recht klein und es waren nur Japaner vor Ort. Nur die Bedienung konnte etwas Englisch, ansonsten waren wiedermal reden mit Händen und Füßen angesagt. Der Koch war ziemlich betrunken und hat gratis Bier und Sake an die Gäste verteilt. Nach einer Weile mussten wir nicht mehr über die Bedienung kommunizieren, sondern haben uns fast so verstanden. Sake sei dank!

  1. Vom Boot fallen will gelernt sein

Auf den Philippinen habe ich mal nach dem Surfen mit dem Boot an einer kleinen Insel angehalten, um dort auf Erkundungstour zu gehen. Der Fahrer des kleinen Bootes mit Auslegern hält natürlich direkt im Shorebreak an. In einem Moment halte ich mich noch stehend bereit zum Anlegen am Boot fest. Zack, und im nächsten Moment befinde ich mich im Wasser. Die Wellen haben das Boot und mich voll ausgehebelt und die Filipinos an Bord hatten ordentlich was zum lachen. Zum Glück waren die Ausleger weiter hinten.

  1. Superman arbeitet auch in Australien

In Byron Bay Australien ist mir doch tatsächlich mal Superman begegnet! Der Junge ist echt international aktiv, sehr hilfsbereit und offensichtlich viel beschäftigt. Wenn du´s nicht glaubst, schaus dir in diesem Video mal an!

  1. Kalifornische Gogo Tänzerinnen vielleicht lieber nicht anfassen

In San Diego Kalifornien war ich mal mit meinem Host Jess in der Sidebar. An dem Abend sind auch echt heiße GoGo-Tänzerinnen am Start gewesen. Wir hatten natürlich schon einen im Tee und waren fasziniert von der Tänzerin vor uns auf der Bar. Jess konnte sich nicht beherrschen und fässt ihr voll an den wohlgeformten Allerwertesten. Eine Minute später kommen zwei Türsteher und begleiten uns zwei freundlich nach draußen. Das war den Spaß definitv Wert und wir wollten ja eh gerade gehen.

Auf meiner Reise habe ich natürlich noch viel mehr von den Kulturen und Menschen in den Ländern gelernt. Das kann ich hier nicht alles aufführen und habe es daher mal bei diesen 15 Punkten belassen. Ich hoffe der ein oder andere war für dich interessant bzw. unterhaltsam. Stay tuned!

4 Gedanken zu “Was habe ich unterwegs gelernt?

  1. Schöne Erkenntnisse, besonders die zum Thema Leben sprechen mich an! So was in der Art bringe ich auch häufig von meinen Reisen mit nach Hause. Leider hat einen der Alltag sehr schnell wieder und man erwischt sich schnell, in alte Routinen zu verfallen. Fazit : Wir müssen mehr reisen 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s