Surfen in San Diego Kalifornien

Nach dem atemberaubenden Yosemite Nationalpark und einer bomben Zeit in Los Angeles mache ich mich mit dem Surfliner auf nach San Diego. Dieser Ort ist bekannt für seine schönen Strände, sexy Bikinis und hervorragende Surfmöglichkeiten. Ich bin zunächst im USA Hostel in Ocean Beach untergebracht, was ich sehr empfehlen kann. Es ist sehr sauber hier und es gibt kostenloses Frühstück. In Ocean Beach sind eher die Hippies zu Hause. Weiter nördlich befindet sich Mission Beach. Touristen & Lokals können hier vom Fahrrad, Skateboard oder zu Fuß die Aktivitäten an der Promenade und die Sonnenanbeter bestaunen. Noch weiter nördlich schließt sich Pacific Beach an und ich komme hier bei Jessica zum Couchsurfen unter. In diesem Blogpost folgen meine Reiseerfahrungen und Insider-Tipps zu San Diego: definitiv mein Lieblingsort in Kalifornien.

Die beste Reisezeit

An der Südküste Kaliforniens kann das ganze Jahr mit warmen Tagestemperaturen gerechnet werden, die sich zwischen 18 und 25 Grad bewegen. Nachts wird es immer durch den Einfluss des Pazifiks deutlich kühler und das Thermometer kann schonmal unter 15 Grad rutschen. Ich bin Ende Februar hier und finde das Klima sehr angenehm, dafür dass es Winter ist. Zum Surfen ist der Winter gut geeignet, da es durch die Stürme auf hoher See ordentlich Wellen gibt. Allerdings braucht man bei etwa 16 Grad Wassertemperatur einen Wetsuit (ein 3/2er reicht hier aus).

Anreise und unterwegs vor Ort

Nach San Diego kommt man entweder mit dem Flieger, Mietwagen oder Zug (Surfliner). Die Stadt befindet sich in der Nähe von LA und ist von dort aus gut zu erreichen. Ich fahre 4h mit dem Surfliner von LA nach San Diego und es ist eine schöne Fahrt, die dem Namen alle Ehre macht. Man fährt direkt am Strand entlang und kann den Surfern aus dem Zug beim Wellenreiten zuschauen. Das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Vor Ort macht es Sinn einen Mietwagen zu haben, um unabhängig von A nach B zu kommen. Der Onlinevermittlungsdienst für private Fahrzeuge Uber ist auch noch eine Möglichkeit clever von A nach B zu kommen. Ich hole mir kein Auto und klinke mich bei Leuten vom Hostel und bei Jessica ein.
Man kann sich auch Fahrräder ausleihen. Ich bekomme netterweise den Beach Cruiser von Jessica und radele damit öfter am Mission Beach entlang und genieße die traumhafte Aussicht.

San Diego Surf Cardiff

Die besten Surfspots

Sunset Cliffs

Etwa 2km südlich vom Ocean Beach liegt Sunset Cliffs. Die Wellen brechen vor einer massiven Felsformation und besonders der Ausstieg ist tricky. Der Spot funktioniert bei Low- bis Mid-Tide und ist eher für erfahrene Surfer. Ein super Spot um jemanden zum zuschauen mitzubringen und Fotos zu machen. Besonders bei Sonnenuntergang zu empfehlen.

Ocean Beach

Ein Spot der sehr einfach zu finden ist. Einfach die Newport Avenue runterfahren und man kommt direkt darauf zu. Es ist ein Beachbreak der bei allen Gezeiten funktioniert. Besonders gut ist es rechts und links vom Pier und ich habe Leute gehen, die unter dem Pier durchfahren. Auch ganz rechts vom Strand direkt an der Kaimauer nähe Dog Beach gibt es ein paar schöne Righthander.

Mission Beach

Mission Beach ist nicht nur wegen den Strandschönheiten einen Ausflug wert. Es ist ein langer Strand mit einer Menge linker und rechter spaßiger Beachbreaks. Der Spot funktioniert bei Mid- High-Tide für alle Skilllevels.

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La Jolla Shores 

Für alle Skilllevels und besonders Beginner ist La Jolla Shores geeignet. Bei allen Gezeiten gibt es hier einen langen Stretch Beachbreaks. Um so weiter nördlich man geht, desto größer wird es. Besonders direkt am La Jolla Pier kann man schöne Righthander abzufahren. Achtung, am Wochenende kann es voll werden.

Swami´s

Swami´s ist ein weltklasse Pointbreak (Righthander) für erfahrene Surfer. Die Wellen brechen auf einer flachen Felsformation mit Sand. Low- bis Mid-Tide ist hier am besten. Vom kleinen Parkplatz über dem Spot kann man runterlaufen und muss dann noch etwas paddeln um dort hinzukommen. Aufgrund des guten Rufes kann es hier sehr voll werden.

San Diego Surf

Cardiff Reef

Schnelle und kraftvolle Left- und Righthander findet man am Cardiff Reef ca. 30min nördlich von San Diego. man kann direkt am Spot Parken und der Einstieg ist einfach. Der Spot ist für alle Skilllevels geeignet und ich hatte hier mal mit Leuten vom USA Hostel eine  hammer Session.

Couchsurfing in San Diego

Über meinen Travel Buddy Chris habe ich die Möglichkeit für einige Tage bei Jessica in Pacific Beach unterzukommen. Sie wohnt nur wenige Minuten von der La Jolla Shore entfernt und ich kann von hier aus direkt surfen gehen. Das ist ein hammer Lifestyle an den man sich gewöhnen könnte. Sie wohnt hier zusammen mit Ihrer Mitbewohnerin Nancy. An einem Abend zeigt sie mir das wilde Nachtleben in Downtown, auf das ich an späterer Stelle noch eingehe. Beide sind super lieb und wir verbringen mit einigen Leuten die Oscarverleihung zusammen. Es wird gefachsimpelt was das Zeug hält und alle sind happy, dass Leonardo Di Cabrio endlich seinen wohnverdienten Oscar bekommt. Jessica leiht mir netterweise ihren Beach Cruiser aus und ich bin damit öfter am Strand unterwegs. Es ist sehr chillig damit in San Diego umherzuradeln. Sie ist eine super Gastgeberin und ich bekomme tolle Tipps, was ich alles in San Diego machen kann.

Sonstige Aktivitäten

Natürlich gibt es in San Diego noch mehr als nur die Strände und den Surf zu erleben. Ein Highlight ist definitiv San Diego Sea World in dem man allerlei Unterwasserlebewesen bestaunen und Killerwale springen sehen kann. Besonders schön soll auch der San Diego Zoo sein, in dem 3.700 Tiere aus über 650 Arten bestaunt werden können. Die Stadt hat natürlich auch tolle Parks wie z.B. den Balboa Park zu bieten, in dem sich auch der Zoo befindet. Im San Diego Wave House direkt am Mission Beach kann man den Surfern und Bodyboardern zusehen, wie sie auf einer künstlichen Welle Spaß haben.

Kulinarisch hat San Diego ebenfalls einiges zu bieten. Am südlichen Ende der Promenade zum Mission Beach befindet sich ein super Sushi Restaurant. In Ocean Beach gibt es bei Hodad´s auf der Newport Avenue den wahrscheinlich besten Burger der Stadt. Die Burger hier wurden zuletzt als die besten Burger Amerikas gekührt! Die mexikanischen Spezialitäten bei California Borritos sind ebenfalls der Hammer.

Nachts geht man in San Diego gern aus und es gibt diverse Möglichkeiten sich in Strandnähe oder auch in Downtown zu amüsieren. Eine coole Bar in Pacific Beach ist definitiv das Backyard. Im Shore Club in der Nähe des Pacific Beach Piers geben sich die kalifornischen Studentinnen und Studenten regelmäßig die Kante und der Frozen Vodka Mango Daiquiri ist ziemlich angesagt. Aufgrund der vielen Reize tagsüber am Strand, ist die Stimmung hier Abends recht aufgeheizt.

Wer es eher etwas kultivierter mag, geht in Downtown aus. Wir gehen an einem Abend ins Moonshine Flats (Country Kneipe) auf einen Geburtstag und die Ladies tanzen in Cowboystiefeln und zu knappen Jeans zum Takt der Musik. Das ist schonmal ganz nett anzusehen. Danach geht’s in die Sidebar, welche definitiv ein Highlight für mich darstellt. Die Bedienungen haben ausschließlich Reizwäsche an und es tanzen mehrere Gogos auf den Bars. Wir haben ordentlich Spaß beim zugucken und werden sogar aus der Bar geschmissen, weil Jessica ihre Hände nicht stillhalten kann und einer Tänzerin an den Arsch fasst! Das wars definitiv wert und ich wäre in dem Moment gern ihre Hand gewesen. Abschließend geht’s noch ins Bang Bang, was tagsüber ein Sushi Restaurant und nachts ein Club ist. Zu cooler Elektromucke kann man hier die Hüften schwingen. Ab 2 Uhr Nachts darf in Kalifornien kein Alkohol ausgeschenkt werden. Das führt dazu, dass die Partys gegen 12 bzw. 1 Uhr auf dem Höhepunkt sind und die Leute gegen 2 Uhr nach Hause gehen. Das würde ich mir für Berlin auch manchmal wünschen.

Ich möchte gar nicht mehr hier weg und San Diego stellt definitiv meinen Lieblingsort in Kalifornien dar!

3 Gedanken zu “Surfen in San Diego Kalifornien

  1. Mark

    Peti! So langsam hast du den Dreh raus mit den Videos. Richtig gut! Vor allem macht der blaue Himmel und die Sonne Lust auf den Sommer. Da möchte man gern selber mal direkt hin.
    Hier bei uns ist alles beim alten. Das Wetter leider auch 😦
    Ich hoffe du genießt die letzten Wochen noch ausgiebig!

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  2. Simply nice. Californication gibt das feeling super wieder. Einer meiner Top Hits. Mach‘ was draus. Yosemite sehe ich täglich auf dem Mac. Hat was Mystisches. Bangkok hat mich in seinen Bann gezogen. Bin 80% Tourist, 20% BC (weil ich morgens 2 Stunden in die BC Mailbox haue). Wenn digital und nomadig, dann in diesen Gefilden, weil man zeitlich Deutschland voraus ist und um das e-mail Ping-Pong herumkommt. Tourist sein reicht nicht, die Riesenbuddhi strahlen eine meditative Ruhe aus, die ich wie Sonnenschein tanke. Hau‘ rein, bleib‘ dran. Entdecke, was dir wichtig ist und wäge ab wie stark du leiden möchtest. 😀🌞😀

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