Costa Rica: Surfen im Pazifik, Karibikfeeling & die Scheißerei

Costa Rica Vulkan

Costa Rica in Mittelamerika ist die nächste Station auf meiner Reise. Das Land wird auch als die Schweiz Mittelamerikas bezeichnet. Es ist hier zwar günstiger als Kalifornien aber dennoch nicht wirklich wirklich preiswert. Wer die Tropen, Natur und Outdoor-Aktivitäten wie Surfen, Wandern und Klettern mag, kommt hier definitiv auf seine Kosten! Es erwarten einen tolle Strände auf der pazifischen und der karibischen Seite, Vulkane im Landesinneren sowie eine interessante Pflanzen- und Tierwelt im Dschungel. Costa Rica ist durch den Tourismus allerdings schon recht gut erschlossen. Hier kommen ein paar meiner Reiseerfahrungen.

Costa Rica Playa Tamerindo

Relaxen in Tamarindo an der Pazifikküste

Nachdem ich in der Hauptstadt San Jose ankomme und diese kurz erkunde, mache ich mich auf an die Pazifikküste nach Tamerindo. Dort kommt man mit dem Bus normalerweise in 5h für ca. 20€ gut hin. Die Busse und vor allem die Straßen sind allerdings nicht der Hammer und nach etwa 7h holpriger Fahrt komme ich dort an. Tamerindo ist ziemlich touristisch, was mich aber nicht stört und man kann trotzdem noch einen einsamen Strandabschnitt finden. Im März ist Trockenzeit und bin erstaunt wie die Vegetation hier gelitten hat. Alles sieht ziemlich vertrocknet aus. Das ist auch kein Wunder bei heißen 35 Grad Außentemperatur! Man kann eigentlich nur Morgens und Abend rausgehen bzw. den Tag im Wasser verbingen. Das mache ich dann auch und nutze die restliche Zeit zum Lesen und Relaxen.

 

Surfen und Yoga am Strand

Es gibt diverse Surfspots um Tamarindo. Direkt an der Flussmündung des Playa Tamarindo befindet sich ein schöner Beachbreak. Etwas nördlich liegen Casitas und Playa Grande. Auf dem Weg zu Casitas und Playa Grande muss man einen Fluß überqueren in dem sich Krokodile befinden. Schon ein mulmiges Gefühl, wenn man da so durchpadelt, um auf die andere Seite zu kommen. Ab und zu werden hier wohl Hunde von den Krokos verspeist, wenn die Herrchen flußaufwärts Stöckchenholen spielen. Menschen, wurden bis Dato verschont – sagt man. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann für etwa 1€ ein kleines Boot zur Flussüberquerung nutzen.

Meine beste Session hatte ca. 30min Fußmarsch südlich von Tamerindo am Playa Langosta. An diesem Tag rollen hier schöne cleane 2m Wellen rein und ich kann ein paar nette Righthander an diesem Reef-Break abfahren. Einstieg geht über die Flussmündung gut. Vorsicht beim Ein- und Ausstieg über das Reef!

Außerdem kann man an der Pazifikküste weiter südlich in Samara, Santa Teresa und Dominical hervorrangend surfen.

 

Obwohl man in Tamerindo gut Party machen kann, relaxe und lese ich hier viel. Ab und zu gibt es mal ein Bierchen mit den Leuten vom Sunset Hostel. Dort lerne ich Sam aus den USA kennen, die sich auch auf einer Weltreise befindet und in Indien Ihren Yoga-Schein gemacht hat. An einem Abend machen wir zusammen Yoga am Strand und ich fühle mich danach wieder sehr flexibel und relaxt – coole Sache das! Von der Bar über dem Sunset Hostel kann man super die Sonnenuntergänge an der Pazifikküste beobachten.

Costa Rica Puerto Viejo Cocles Beach

Karibikfeeling und Scheißerei in Puerto Viejo

Nach einer kurzen Pause in San Jose mache ich mich auf nach Puerto Viejo an der karibischen Küste. Puerto Viejo ist ein cooles Örtchen direkt am Meer und die Rasta-Männer sorgen bei Raggae-Musik für eine entspannte Atmosphäre. Hier fällt offensichtlich deutlich mehr Niederschlag und man fühlt sich gleich wie im Dschungel. Alles ist grün, überall sind riesige Blätter und Palmen zu sehen und im Gestrüpp hört man komische Geräusche. Das Hostel Mi Casa El Tesoro befindet sich direkt am wunderschönen Cocles Beach und ist umgeben vom Dschungel. Nachts kann man den brüllenden Affen und zirpenden Grillen lauschen. Ein ziemlich cooles Erlebnis und definitiv ein Kontrast zur pazifischen Seite!

Leider esse ich am ersten Tag etwas Falsches und bekomme wie in El Nido auf den Philippinen wieder schön die Scheißerei. In den Tropen muss man echt tierisch aufpassen, was man so isst! Daher verbringe ich hier leider 3 Tage mehr im Bett und auf Klo als am Strand. Der Vorteil: ich habe viel Zeit zum Lesen und Filme schauen, während ich von Toast und Tee lebe. Ich bleibe daher etwas länger, um „sicher“ mit Bus und Boot weiterfahren zu können.

Meine Reise neigt sich nun dem Ende zu und als letzte Station geht es mit dem Bus über die Grenze nach Bocas del Toro, Panama. Ende März fliege ich dann von Panama City nach Berlin. Ich freue mich schon auf die Leute, das Essen und den Komfort zu Hause.

 

6 Gedanken zu “Costa Rica: Surfen im Pazifik, Karibikfeeling & die Scheißerei

  1. Halt die Ohren steif auf den letzten Metern. Hast dich gut geschlagen und alles top gemeistert. Wir haben auch 14 Tage Bangkok hinter uns und ich bin noch total angeregt. Habe gestern fast den ganzen Abend Bilder für die Verwandten ausgedruckt. Highlights: Buddha und Thaibuddhismus, Papaya-Salat und schwarzer Klebreis mit frischer Mango, 50 Stockwerke hohes Hotel und Bretterbude am Klong, irgendwie lustige Thai-Männer und gackernde, auf Freier wartende Thai-Mädchen, verführerisch duftendes Streetfood und endlose Gemüsemärkte, Wandmalereien in den Wats und moderne Kunst im Museum. Ein Volk, das nach seiner Geschichte sucht, von einer Militärclique regiert wird und einen König anhimmelt, der nur auf Bildern zu existieren scheint. Mein erster Eindruck. Für mehr – da muß ich wohl noch einmal hin. Keep on rocking.

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    1. Hi André, ja den Eindruck hatte ich auch von Thailand und muss definitiv nochmal hin. Dann aber auch mit einem Besuch in Vietnam und Kambotscha – diese Länder sollen ebenfalls sehr interessant sein. Lieben Dank für Deine Kommentare: Du bist und bleibst die No.1! Hoffe wir sehen uns dann mal in Berlin. Cheers

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  2. Sissi

    Lieber Peter,

    Nun nähert sich diese Reise dem Ende. Du hast viel erlebt. Ich wünsche Dir einen schönen Ausklang deiner Reise. Vielleicht blickst Du noch mal zurück auf all Deine Stationen und erinnerst Dich wie es war diese Reise anzutreten…Vielleicht erinnerst Du Dich an bestimmte Menschen, besondere Naturerlebnisse, eine tolle Welle, ein Bauwerk oder eine Stimmung… Wie fühlt es sich an diese Reise zu beenden, Abschied zu nehmen? Was nimmst Du mit? Was willst Du Dir bewahren? Wird Dir was fehlen? Was lässt Du zurück? Bist Du satt? Was kommt jetzt? Was bedeutet es für Dich heimzukehren?

    Ich habe mich für Dich gefreut, gestaunt und Dich für Deine Neugier und Deinen Mut bewundert. Ganz allein um die Welt! Respekt!

    Und jetzt freue ich mich sehr auf Deine Rückkehr und darauf wieder häufiger mit Dir Zeit verbringen zu können.

    Deine Schwester

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    1. Hi Sissi,
      lieben Dank für deinen Kommentar, der mich nochmal zum Denken angeregt hat. Natürlich mache ich mir in den letzten Wochen meiner Reise genau über diese und andere Fragen Gedanken. Ich werde sie dir nicht alle beantworten können, aber hier vielleicht ein paar Punkte:)
      Vorher war ich etwas aufgeregt, da man ins Blaue startet und nicht genau weiß, was einen erwartet. Es ist manchmal auch hart, das alte Leben mit allem was dazugehört loszulassen. Schließlich überwiegt die Neugier und Vorfreude auf die Dinge die da kommen und es ist dann sehr befreiend endlich aufzubrechen.
      Highlights waren zum Beispiel die goldenen Reisfelder von Guilin in China und wie einfach die Leute dort in den Bergen leben. Die gesamte Kultur Japans hat mich absolut fasziniert! Die Reefbreaks auf Siargao Island Philippinen und auch hier auf Bocas in Panama sind der Hammer! Das Reef kann aber auch weh tun (bin auf Hawaii schön einmal mit dem Rücken drüber) Ich war erstaunt wie freundlich und großzügig Menschen sein können, obwohl sie in Armut leben. Die Zeit mit Chris in Neuseeland und Australien war super und wir haben viel gemeinsam erlebt. Ich hab natürlich auch Mädels unterwegs kennengelernt:) Dan zum dritten mal auf dem dritten Kontinent zu sehen war auch etwas besonderes. Wracktauchen und Whalesharks auf den Philippinen, Skifahren und Surfen in Kalifornien etc. – es gibt sehr viele tolle Dinge die ich erleben durfte.
      Fehlen wird mir sicher die viele Zeit zum Denken & Tun, die Freiheit jeden Tag so zu gestalten wie ich möchte/einfach mal nichts zu tun, der Surf-Lifestyle und die coolen Leute.
      Bewahren möchte ich mir das Träumen, die Neugier, Gelassenheit, Spontaneität und Freude am Leben. Die Menschen sind das Wichtigste.
      Ich freue mich auf Dich, die Family, Freunde, mein eigenes Bett, den Kühlschrank, Lamm, Kartoffelbrei, Vollkornbrot, Döner, deutschen Wein, Theater, Kino, Elektromucke und alles Schöne, was die Zukunft bringen wird!
      Was kommt als nächstes? Schaun wir mal;)
      Bis bald
      Peter

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