Super Bowl in San Francisco und Skifahren am Lake Tahoe

Nachdem ich viele schöne Inseln und Strände gesehen habe, ruft der Berg nach mir und ich mache mich nach einem Abstecher über San Francisco auf zum Skifahren nach South Lake Tahoe. Die letzten Wochen gab es dort eine Menge Neuschnee und ich habe gehört, dass man in Heavenly und Umgebung hervorragend Skifahren kann. Im Folgenden möchte ich über meine Eindrücke vom Stadtleben in San Francisco und Skifahren am Lake Tahoe berichten.

San Francisco – Golden Gate Bridge, Cable Cars und Super Bowl

San Francisco stellt im Vergleich zu Hawaii einen ganzschönen Kontrast dar. Die Stadt liegt an einer riesigen Bucht und wurde quasi an einen Hügel gebaut. Die springenden Autos, wie man sie aus dem Filmen kennt, habe ich zwar nicht gesehen aber die Fahrt mit den lokalen Straßenbahnen den sogenannten Cable Cars ist definitiv ein cooles Erlebnis. Wie steil es ist, merkt man gut, wenn man einmal die Hügel hinauf geht oder mit dem Fahrrad fährt. In der City staune ich über die dampfenden Gullideckel in den Gassen und die vielen Obdachlosen auf der Straße. Schon ein mulmiges Gefühl hier nachts langzulaufen.

Das Highlight in der City ist natürlich die Golden Gate Bridge und ich mache an einem Tag eine Fahrradtour dorthin. Ein imposantes Bauwerk, das wahrscheinlich jeder schon mal gesehen hat. Es gibt eine Hammeraussicht in schwindelerregender Höhe, wenn man auf der Brücke steht. Außerdem ist der Golden Gate Park und Ocean Beach einen Abstecher wert.

Jazzmusik und Weinbars sind hier weitverbreitet und ich mache mich an einem Abend mit netter Begleitung auf ins Mr. Tipples, wo es leckeren kalifornischen Wein und Livemusik gibt.

Der Hammer war natürlich der Super Bowl, der am 7.2. in Santa Clara in der Nähe von San Francisco stattfand. Ich hatte leider keine Karten für das Finale der National Football League (NFL) (ca. $2.500 auf dem Schwarzmarkt) aber San Francisco hat eine Menge Events, gratis Konzerte, ein riesen Feuerwerk zu bieten. Es ist der Wahnsinn was für ein Hype um den größten amerikanischen Sportevent des Jahres aufgebaut wird. Ich verbringe das Spiel mit ein paar Leuten vom Hostel und echten Denver-Fans in einem Restaurant/Bar mit Burgern und viel Bier. Sehr interessant sind auch die Werbespots die extra für den Super Bowl angefertigt werden.

Shoppen kann man in der Market Street super und ich hole mir noch ein paar warme Klamotten, damit ich für den Berg gewappnet bin.

An- und Abreise zum Lake Tahoe

Die Anreise zum Lake Tahoe ist nicht ganz ohne und am besten holt man sich in San Francisco ein Auto. Als Alternative für die Sparfüchse kommt man auch mit dem öffentlichen Nahverkehr dorthin. Die Tickets kann man über www.amtrak.com buchen. Dieser ist in Kalifornien allerdings nicht besonders gut, sobald man die großen Städte verlässt. Von San Francisco geht es für mich an einem Morgen kurz nach Sonnenaufgang mit dem Bus nach Emeryville, dann weiter mit dem Zug nach Sacramento und anschließend mit dem Bus nach South Lake Tahoe. Das dauert dann schonmal ca. 8h. Endlich dort angekommen erwarten mich sonnige 15 Grad und es fühlt ich ein bisschen wie Frühling an. Auf dem Berg liegt zum Glück noch genug Schnee, da es zuvor viel Neuschnee gab. Die frische Luft und Ruhe hier gefallen mir gut.

Unterkunft im Mellow Mountain Hostel

Als Hostel kann ich das Mellow Mountain Hostel empfehlen. Es liegt nur ca. 500 m vom Lift ins Heavenly Skigebiet entfernt. Die Zimmer sind recht groß und gemütlich und die Küche ist gut ausgestattet. Die Leute, die hier arbeiten und wohnen sind alles Snowboarder oder Skifahrer und sehr entspannt. In Kalifornien generell und auch hier wird recht viel geraucht – wenn du weißt was ich meine. Das führt zu einer sehr relaxten Atmosphäre in dem Hostel und auch im ganzen Ort. Ich bleibe selbstverständlich standhaft.

Im Hostel treffe ich Johann, einen netten Typen aus München, der hier zum Snowboarden hergekommen ist. An einem Tag machen wir uns zusammen auf die Piste und haben eine Menge Spaß. Den zweiten Tage düse ich auf eigene Faust durchs Skigebiet.

Skifahren in Heavenly

Heavenly ist wie der Name schön sagt ein traumhaftes Skigebiet direkt am Lake Tahoe. Dieser ist mit ca. 500 Quadratkilometern einer der größten Bergseen Amerikas und man schaut vom Berg direkt auf den See. Es gibt auch Pisten von denen aus man einen tollen Blick über das angrenzende Nevada hat. Die Aussicht und die Pisten sind es mir wert hier für den Skipass satte $250,- (ca. 222,-€) für zwei Tage hinzulegen. Da kann nicht mal Österreich mithalten. Das Equipment leihe ich mir für $50,- (ca. 44,-€) aus (mit 15% Rabatt vom Hostel).

Ich fühle ich mich ein bisschen wie Robocop, als ich mit den Skischuhen zum Lift laufe. Bei mir ist es schon wieder 5 Jahre her, dass ich Skifahren war aber es geht trotzdem noch ganz gut. Nach ein paar Aufwärmfahrten haben wir eine Menge Spaß auf der Piste und die Aussicht auf den See ist der absolute Hammer! Der Schnee, die bergige Landschaft und der See im Hintergrund stellen für mich einen tollen Kontrast zum bisher Gesehenen dar und ich genieße jede Minute beim Skifahren am Lake Tahoe.

Nach einer Menge Spaß auf den Pisten von Heavenly geht es nun weiter zum Yosemite Nationalpark – einem besonderen Natur-Highlight Kaliforniens.

Ein Gedanke zu “Super Bowl in San Francisco und Skifahren am Lake Tahoe

  1. Skifahren geht auch. Wie cool ist das denn. Vom Wellenreiten zum Snowriding. Mamma mia. Was haben wir Neues? Soja Latte vom Italiener in der neuen Kantine. Hat auch etwas. Hals- und Beinbruch bei deinen Touren. 💪🌿💪

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